Jetzt endgültig: Die Nullnummer erscheint am 7. April 2014

Ein Déjà-vu:
In meiner Talkshow-Tingelei in den Neunzigern antwortete ich immer auf die Frage, wann denn nun endlich Kot & Köter erscheine, mit dem lapidaren Satz, wir seien immer noch auf der Suche nach einem Verleger, aber guten Mutes.

Bis Mitte Februar musste ich auf die Frage, wann denn die Nullnummer nach dem erfolgreichen Crowdfunding und den zahlreichen Abo-Bestellungen endlich erscheinen wird, antworten: Von den Finanzen her ist die Nullnummer gesichert. Die Texte sind fertig. Die Fotos sind beschafft. Die Logistik für Druck und Versand steht. Verlag und Geschäftsführung haben die immensen Anfangsschwierigkeiten gemeistert. Aber wir sind immer noch auf der Suche nach einem Layouter.
Mein ursprünglicher Layouter musste mir Ende Januar aus gesundheitlichen Gründen sehr kurzfristig absagen. Bei drei weiteren, die mir empfohlen wurden, erging es mir ähnlich: Der erste hatte keine Zeit (zu viele Aufträge), der zweite ist krank (Tennisarm-Entzündung) und der dritte ist "in der nächsten Zeit privat zu sehr eingespannt."


In der vergangenen Woche dann endlich: Wir haben einen neuen Layouter!

Und das heißt: Nach der neuen Zeitplanung wird Kot & Köter am 7. April 2014 erscheinen!
Ich bitte um Nachsicht für diese Zeitverzögerung, aber was Großverlage sich mit der Herausgabe von neuen Projekten leisten, was Verwaltung und Landesregierungen mit Großprojekten wie Flughäfen, neuen Bahnhöfen oder einer Elbphilharmonie recht ist, darf einem klitzekleinen Verlag doch nur billig sein.
Ich bitte daher um Verständnis: Aller Anfang ist schwer, Hindernisse mussten überwunden werden, aber „das Baby soll anständig auf die Welt kommen.“
Ich freue mich schon auf den April und Ihr und Euer Feedback.
Wulf Beleites




Zitat der Woche - Papua:
"Haustiere, die einen Rufnamen haben, gelten im Volksrecht der Papua als Menschen und dürfen gegessen werden."
(Peter Köhler, taz v. 5.3.14).

Meldung der Woche - Frankfurt:
Endlich ist sie vorbei, die DOGarta in Frankfurt, in der seit vergangenem November "der Hund in den Mittelpunk der Kunst" gerückt wird, so die Kollegen vom Hundefachblatt "dogs". Euphorisch und investigativ berichten sie, streng am Pressetext der Veranstalter klebend, von dieser "spannenden" (Pressetext) "Mischung aus Malerei, Skulptur und Video" (dogs und Pressetext). Es ist schon das zweite Mal, dass diese Ausstellung sich in Frankfurt feiern konnte. Die Ausstellung wurde "unter der Schirmherrschaft von VOX-Tierarzt Dr. Wolf und Ehrengast Dolly Buster präsentiert." Letztere ist die mit den dollen Möpsen. Sorry, aber dieser Kalauer drängt sich nun einmal auf und muss erlaubt sein. Ein weiterer Höhepunk: "In unserem Galerieshop finden sie schöne Geschenke für Mensch und Hund. Hunde sind in der Ausstellung willkommen und können auf den schönen Kissen von 'DOGS in the City' probe liegen, ein Carnello Kaugummi gibt es gratis dazu." Doch rechtzeitig zum Aschermittwoch war Schluss mit lustig.


Kot der Woche - Hamburg:
Eine Deutsche Dogge bringt beim täglichen Gassi-Gang rund ein halbes Kilo Kot auf die Straße. Pro Jahr sind das folgerichtig 365 Pfund. In Form gebracht, würde jeder Kot-Haufen einen Würfel mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern entsprechen. Zu einer Mauer aufgeschichtet, erwüchse hieraus ein recht ansehnliches Bauwerk von 36,5 Metern Höhe, 36,5 Metern Breite und zehn Zentimetern Tiefe. Die Frontseite des Hamburger Rathauses, Turmhöhe 112, Fassadenbreite 111 Meter, würde also innerhalb von nur knapp drei Jahren vollständig hinter der Kotmauer eines einzigen Exemplars dieser Rasse verschwinden. Frage der Woche: Wieviel Hunde sind für die Elbphilharmonie nötig?

Köter der Woche - Bargteheide:
Wie wenig die verzüchteten Nachfahren des Wolfes selbst in freier Wildbahn und nahe der menschlichen Zivilisation eine Chance des Überlebens haben, sollten sie einmal auf sich selbst gestellt sein, zeigt die herzergreifende Geschichte der Dogge Lotte. Die "Hamburger Morgenpost" (siehe auch den nebenstehenden Ausrisss) wusste am 4. März triefend vor Mitleid zu berichten: "Klapperdürr, völlig geschwächt und dem Tode nah: In diesem Zustand fanden zwei Frauen am Sonntag eine ausgesetzte Hündin in der Feldmark bei Bargteheide. (...) Einen Hund auszusetzen, ist eine Straftat." Ein klarer Fall für "PETA - übernehmen Sie".

Die Tierschutzorganisation rief zur Fahndung nach dem Täter-Herrchen auf und lobte ein Belohnung von 500 Euro aus.





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